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MÜNCHNER AZ - Beleuchtung ist nicht alles PDF Drucken

Bunte Lichtobjekte für weiße Wände schaffen ein neues Raumerlebnis

presse_az_titel.jpgFrankfurt/Main/Berlin Weiße Wände, getaucht in weißes Licht: Auf diese nüchterne Beleuchtungsvariante wird in den meisten Wohnungen gesetzt. Dass es auch anders geht, ist in trendigen Läden, Clubs und Büros zu sehen. Dort werden die Räume von Kästen mit farbigen Scheiben erhellt, die zum Teil mehr Kunstwerken ähneln als schnöden Leuchtkörpern. „Auf den letzten Branchenmessen waren Spektralfarben an vielen Ständen zu sehen“, bestätigt Ulrich Merker von der Fördergemeinschaft Gutes Licht in Frankfurt. Doch wer mit einem solchen Blickfang die eigenen vier Wände beleben will, muss ein wenig suchen: Die bunten Lichtobjekte sind eine Domäne kleinerer Anbieter.

Eineinhalb Jahre hat Olaf Kitzig, Inhaber der Firma raumreflex in Lippstadt, experimentiert, bis er mit der Wirkung seines Lichtobjektes „Frequenz“ zufrieden war.

Kunstwerk und Lichtquelle zugleich: Bunte Lichtobjekte In seiner endgültigen Fassung besteht die ab 239 Euro erhältliche Leuchte aus einem flachen quadratischen Kasten mit einer Plexiglasscheibe und zwei Leuchtstoffröhren, deren Anordnung individuell bestimmt werden kann. Im ausgeschalteten Zustand wird die Scheibe weiß. Erst wenn Strom fließt, zeigt sich, dass sie von hinten mit einer von acht möglichen leuchtenden Farben kaschiert ist: Rot, Violett, Gelb, Grün, Blau, zwei mal Orange sowie Silber.

Mit rund 400 Euro schlägt die Wandleuchte „Square Moon“ des belgischen Produzenten Modular zu Buche. Auch „Square Moon“ kann mit farbigen Frontplatten bestückt werden. Dich Leuchtstoffröhre ist aber genau wie bei den raumreflex-Modellen weiß, so dass der Raum nicht im ausgewählten Farbton ertrinkt, sagt Modular-Importeur Hans-Georg Rörhig aus Köln.

Ganz nach den räumlichen und optischen Bedürfnissen seiner Kunden kann sich das Planungsbüro S-Quadrat-Design in Berlin richten – alle Lichtobjekte werden einzeln angefertigt. Der Grundkörper besteht aus einem vergleichsweise voluminösen Holzkasten mit Leuchtstoffröhre, der von Plexiglas abgeschlossen wird. Die Scheibe selbst ist her weiß; den Farbeffekt erzeugt eine zusätzliche, mit bunten Folien versehene Projektionsfläche im Gehäuse. Durch diese zweite Ebene entsteht eine Unschärfe, die dem Objekt dreidimensionale Wirkung verleiht.

Ein gewisser Eigenanteil der Nutzer ist bei den Leuchtschienen des Schweizer Designer Jürg Fontana erwünscht – zumindest wenn sie mit Dias dekoriert werden. 20 oder 30 Bilder haben in den 100 oder 154,5 Zentimeter langen Kästen aus Edelstahl Platz. Die Einschübe können bei dieser persönlichen Variante mit fantasievollen Bildträgern ganz nach individuellen Wünschen bestückt werden.

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Aus: ABEND ZEITUNG  |  Ausgabe 4./5./6. Januar 2003  |  Seite 9

             
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